Kollektenprojekte 2009
Schulung für Mütter
Annaberg Kindertreff "Stadtmitte"
In den Kindertreff kommen Kinder aus verschiedenen, teilweise schwierigen Lebenssituationen. In ihren Familien erleben sie finanzielle Not, Desinteresse, Aggressionen, Gewalt und Hilflosigkeit der Eltern.
Die Mütter stammen zum größten Teil selber aus schwierigen Familienverhältnissen und sind mit der Erziehung der Kinder überfordert. Deshalb versuchen wir über den Kindertreff in Kontakt mit diesen Müttern zu kommen und ihnen Hilfe durch Weiter-bildung und Schulung anzubieten.
Das ist ein langwieriger Prozess, braucht viel Geduld, Zeit, Vertrauen zueinander und die nötigen Finanzen. Die Frauen werden monatlich zu einem Frühstück eingeladen. Anschließend gibt es den Hauptteil mit dem Vortrag einer Referentin und anschließendem Gespräch über verschiedenste Erziehungs- und Lebensfragen.
Es folgen daraus intensivere Einzelgespräche, die für die weitere Entwicklung der Frauen und ihrer Kinder von Bedeutung sind.
So wollen wir die Frauen ermutigen und stärken, dass sie Schritt für Schritt lernen, aus den gewohnten negativen Verhaltensweisen auszubrechen und neue, bessere Wege in Zukunft zu gehen.
Die Einrichtung Kindertreff Stadtmitte wird von einem kleinen Verein getragen, in dem sich u.a. auch Frauen aus den Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche ehrenamtlich engagieren.
Das Frauenwerk möchte dieses Projekt und damit insbesondere Mütter in ihrer Erziehungskompetenz unterstützen und erbittet Ihre Spenden und Kollekten.
Bitte überweisen Sie Ihre Spende mit dem Stichwort Mütter - Annaberg auf das Konto des Frauenwerks:
- KontoNr. 416 215,
- BLZ 600 606 06,
- Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Stuttgart
Ausbildung statt Prostitution
Konomusu - ein berufsausbildendes Trainingsprogramm für junge Frauen im Kono Distrikt in Sierra Leone
Dieses Trainingsprogramm wurde von der Evangelisch-methodistischen Kirche in Sierra Leone noch während des 11-jährigen Bürgerkrieges (1991 bis 2002) gegründet. Dies wurde notwendig, weil die Schul- und Weiterbildung während des Krieges zusammenbrach. Davon betroffen waren auch junge Frauen, die von der Vertreibung aus den Dörfern, Zerstörung der Schulen und unter der Gewalt in vielfältiger Weise zu leiden hatten. Viele Mädchen wurden von Rebellen- oder Regierungstruppen rekrutiert, um an Kampfhandlungen teilzunehmen und als Sex-Sklavinnen missbraucht zu werden.
Um diesen Mädchen und jungen Frauen zu helfen, sich eine eigene Zukunft aufzubauen, wurde das Konomusu Trainingsprogramm eingerichtet. Die jungen Frauen lernten unter anderem Stoffe nach einer alten Tradition zu batiken, Kleidungsstücke zu nähen, Stoffe zu weben und Seife herzustellen. Als die Versorgungslage zu schlecht wurde und es keine Materialien mehr gab, musste das Programm beendet werden. Nun soll es wieder aufgebaut werden mit unserer Hilfe.
Auch nach dem Bürgerkrieg leiden Mädchen und junge Frauen noch an den Folgen. Traumatisiert und ohne Schul- und Berufsausbildung sind sie vielfach auf sich gestellt. Um überhaupt überleben zu können und an Geld zu kommen, gehen sie in die Prostitution und sind dort wieder der Gewalt ausgesetzt und im zunehmenden Maße auch der Gefahr, sich mit HIV/AIDS anzustecken.
Die Evangelisch-methodistische Kirche in Sierra Leone hat die große Not dieser Frauen gesehen und hat das Konomusu Trainingsprogramm speziell für diese Mädchen und Frauen wieder ins Leben gerufen. Konomusu Trainingsprogramm - der Name ist hier Programm: Konomusu bedeutet in der Kono-Sprache: "Kono Frau".
Und für diese Frauen ist das Trainingsprogramm gedacht, das vom Frauenwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche in Sierra Leone und dem Projektkoordinator Dennis Bangalie begleitet wird. In einem ersten Schritt wurde ein Gebäude wieder hergerichtet, Nähmaschinen und andere Materialien zum Herstellen von Seife und Stoffe und Farbe für Batikarbeiten angeschafft. Es wurden Lehrerinnen angestellt und ein erster neunmonatiger Kurs mit 30 jungen Frauen und Mädchen begann im Februar 2008. Der Unterricht geht von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr.
Neben dieser Ausbildung geht es auch darum, die Jugendlichen auf die Gefahren der Übertragung von HIV/AIDS hinzuweisen und Hilfen für Infizierte anzubieten. Die Mittel, die durch den Verkauf von den im Projekt selbst hergestellten Stoffen, Kleidungsstücken und Seife, kommen dem Projekt wieder zugute.
Das Konomusu Trainingsprogramm möchte jungen Frauen und Mädchen eine Zukunft geben. Mit ihren neuen Fähigkeiten können sie ihr Leben gestalten, ohne sich der Gefahr der Gewalt und der Ansteckung durch HIV/AIDS und anderen Krankheiten auszusetzen.
(Quelle: www.emkweltmission.de - Projekt 4408)
Das Frauenwerk möchte dieses Projekt der Weltmission unterstützen und erbittet Ihre Spenden und Kollekten.
Bitte überweisen Sie Ihre Spende mit dem Stichwort Sierra Leone auf das Konto des Frauenwerks:
- KontoNr. 416 215,
- BLZ 600 606 06,
- Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Stuttgart
Für Ihre freundliche Spende danken wir von Herzen. Wir werden sehr sorgfältig und zielgerichtet damit umgehen!





