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"Ich will das Haus meines Lebens bewohnen" - Prägungen im Laufe unseres Lebens

Unter diesem Thema fand am 10.9. 2011 das Jährliche Gebietsfrauentreffen der EmK Region Weser-Ems in Delmenhorst statt. Ca. 80 Besucherinnen nahmen daran teil. Die Referentin des Tages war Ruth Heil (Foto), verheiratet mit dem Pfarrer Hans Joachim Heil und Mutter von 11 Kindern - 10 eigene und ein adoptiertes Kind im Alter zwischen 41 und 19 Jahren. Beide Eheleute stehen im Dienste Jesu Christi und in beratenden Funktionen an den Menschen. Pfarrer Heil ist der Leiter der "Family Life Mission", die in vielen Ländern Afrikas tätig ist. Ruth Heil ist Krankenschwester, Autorin, Referentin und Eheberaterin.
In ihrem Referat brachte uns Ruth Heil die Entstehung von Wert-und Unwertgefühlen nahe. Ebenso Verletzungen und ihre Folgen, den Umgang mit Schuld, Schuldgefühlen, Bitterkeit, Neid und Sorgen. Dieses alles belastet und prägt uns - nicht immer zum Guten.
Wir müssen unser Inneres, unser Herz entrümpeln, frei werden von all dem Müll, den wir mit uns herumtragen und diese unangenehmen Gäste nicht noch mit Kaffee und Kuchen bewirten. Dem Anderen vergeben. Bitten wir nicht im Vaterunser: Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern? Tun wir es wirklich?
Nicht fragen: "Werde ich geliebt? Oder bin ich denn überhaupt gewollt?" Ja, es war Gottes Wille, dass gerade Du entstanden bist an dem bestimmten Tag! Du bist von Gott gewollt und geliebt! Auch wenn dein Alltag dir Nöte, Sorgen und Ängste bringt. Wie schnell und leicht rutschen wir in den Neid hinein, indem wir uns über Nebensächlichkeiten der "Anderen" abfällig äußern: ‚Wie kann die oder der sich das bloß leisten? Auch dann ist Jesus für uns da, dem wir unsere Not sagen dürfen, das uns das ärgert und sei es ein Gebet aus Kindertagen: "Ich bin klein, mein Herz sei rein(keine Rumpelkammer), soll niemand drin wohnen als Jesus allein!"
Er ist für unsere Schuld am Kreuz gestorben und hat eine Verheißung für uns: "Ich bin bei euch alle Tage. Seid nicht bang, ich bin bei euch ein ganzes Leben lang, spricht der Herr." Diesen Kanon haben wir gesungen. In einigen Beispielen aus ihrer Familie brachte uns Ruth Heil sehr nahe, wie Gott ihnen geholfen hat, aus schweren Situationen herauszukommen. So manch einer würde sagen: Alles nur Zufall, einfach Glück gehabt! Aber aus dem Glauben heraus macht es den Menschen zufrieden und glücklich. Dann wohnen wir in unserem Haus und Jesus in unserem Herzen. Dann können wir auch die kleinen Wunder in unserem Alltag sehen und nicht immer ‚alles nur Zufall' sagen.
Zum Abschluss nahmen die Zuhörerinnen den glatten Stein in die Hand, welcher unter jedem Stuhl lag und ein Merkzettel dazu mit acht verschiedenen Punkten:
- Wer sagt mir, wer ich bin und wie sehe ich mich selbst?
- Was für ein Vater/Gottesbild habe ich?
- Welche Erinnerungen schmerzen noch?
- Gegen wen hege ich Bitterkeit?
- Auf wen bin ich neidisch?
- Wo ist unvergebene Schuld in meinem Leben?
- Wer bewohnt mich? Schuld, Versagen, Angst, Einsamkeit...
- Bin ich bereit, mein Lebenshaus zu säubern und einzunehmen?
Symbolisch und gedanklich legten wir alles auf diesen Stein und dann am Abendmahlstisch in einen Korb. Eine Jede bekam von der Referentin einen Segen und einen Spruch mit auf den Weg. Alle waren sehr berührt und merkten, wie Gottes Geist wirkt.
Ingrid Elbing, Bremen





